Montag, 24. April 2017

19.4.-23.4. Wellington, Picton

19.4. 19.4. 19.4. 19.4. 19.4. 19.4. 19.4. 19.4. 19.4. 19.4. 19.4. 19.4. 19.4. 19.4.

Im Bus nach Wellington sitzt eine Französin neben mir im Bus. Ich freue mich so sehr und es tut so gut französisch zu sprechen.

Sie wird von einer französischen Freundin abgeholt und wir laden erst mein Gepäck im Hostel ab, dann ihres und laufen direkt zum Victoria's Peak.
Das ist ein Berg mit einer tollen Aussicht auf die Stadt. Wir schaffen es rechtzeitig zum Sonnenuntergang.
Danach gehen wir Pizza essen.










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Da am Mittag meine Fähre zur Südinsel abfährt, habe ich noch genug Zeit, um ins Nationalmuseum zu gehen. Es ist sogar kostenlos und dort besichtige ich im Schnellmodus 2 Stunden ein paar Ausstellungen.





Die Schifffahrt ist anfangs ziemlich anstrengend. Es schaukelt sehr, da großer Wellengang herrscht.
Mir und anderen Passagieren wird übel.
Nach einer Stunde Schlaf traue ich mich wieder aufs Deck. Man kann kaum stehen, so windig ist es an manchen Stellen.


Je näher wir an die Südinsel kommen, umso schöner wird die Schifffahrt.
Es lässt schon amuten wie schön die Südinsel sein muss.

















Das Hostel ist wie so oft 200 Meter entfernt und ich muss nicht mehr weit laufen. Das Hostel ist das schönste und gemütlichste, wo ich je auf meiner Reise war. Es ist wie eine große WG hier. Die Leute sind toll. Es gibt viele Deutsche.
Es gibt freies Frühstück, ein Wohnzimmer mit großer DVD-Auswahl und einen schönen Schlafsaal.
Es gibt 20 Leute dort, ist aber mit Trennwänden aufgeteilt, als wären es 8er-Zimmer. Um 22.00 Uhr wird das Licht ausgemacht und man kann in Ruhe schlafen.

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Heute traue ich mich was. Ich entscheide mich spontan zum Paragliding. Ross, ein Freund des Hostels, bietet es günstig an für die Hotelgäste, da er seine Sachen hier lagert. Er wohnt auf einem Boot und ist auch regelmäßig im Haus. Gerade als ich anrufen möchte, ist er tatsächlich da und ich kann mit ihm sprechen und ihn auch mal sehen, damit ich weiß, wem ich mein Leben anvertraue. Er ist schätzungsweise 60 Jahre alt und erzählt mir, dass er schon oft in Deutschland auf Meisterschaften war.
Er ist mir sehr sympathisch und so verabreden wir uns 2 Stunden später.


Wir fahren ziemlich weit hoch auf einen Hügel. Ross bereitet alles vor und keine 5 Minuten später sind wir schon in der Luft. Ich habe gar keine Zeit mir Sorgen zu machen:)



Ross gurtet mich an, checkt noch mal alles, versichert mir, dass das Fabrikat 1A ist, da in Deutschland produziert und weist mich kurz ein.


Wir rennen los. Ich versuche es zumindest. Der Drache, der schon halber in der Luft hängt, zieht mich zurück. 
Man muss dagagen halten und versuchen zu laufen und schon hebt man ab. 


Das ist wirklich ein tolles Gefühl. Wir fliegen!!! Ich habe keine Angst, bin nur total geflasht. Ich genieße es. Allerdings wird es mir ziemlich übel, vor allem, als wir uns hochschrauben, um an Höhe zu gewinnen. So ein Mist. Ich will nicht runter und unterdrücke es. Wir bleiben circa 25 Minuten in der Luft.
Das macht wirklich Spaß!







Das ist die zweite Person, die gleich losfliegt. So sah das also bei mir aus:)




Da die beiden in der Stadt landen werden, fahre ich das Auto erst mal langsam den Berg runter und dann noch ein paar Kilometer bis zum Hostel. Das ist das zweite Highlight und ich bin nervöser als beim Paragliding. Automatikschaltung und Linksverkehr sind gleich zwei Unannehmlichkeiten auf einmal.
Es ist, als könnte man keine Regeln mehr. Wer darf als erstes fahren, wie biege ich rechts ab, wie parke ich....?
Habe aber alles geschafft und bin sehr stolz auf mich.
Ross bietet mir an, morgen zu kayaken. Mit viel Glück sieht man Robben und Delfine. Ich versuche jemanden zu finden, der das mit mir macht.


Ich gehe noch drei Stunden spazieren.












Das ist der Hafen von Picton.

Am Abend schaue ich Herr der Ringe (in Neuseeland gedreht) im Fernsehzimmer. Mit Bettdecke und Wärmflasche lege ich mich auf die Couch. Es ist wie zu Hause.
Hier ist jemand von den Fiji-Inseln. Er ist Gast seit ein paar Monaten, hilft aber wie ein Engel jedem der Hilfe braucht.
Mich hat er sehr im Visier. Er meint, ich bin ein netter Mensch, und ich verdiene es, dass er sich um mich kümmert. Er bringt mir zum Beispiel Chips zum Film, weil er denkt, dass ich gerne Chips essen würde zum Film.
Privati ist ca 60 Jahre alt und verdient sein Geld seit 8 Jahre mit dem Schreiben von Kritik. Bevor Filme in die Kinos oder ins Fernsehen kommen, schaut er sich die Filme an, sucht Fehler und schreibt Kritiken. Das geht dann zum Director und der schneidet die fehlerhaften Szenen heraus. Er verdient über 100 Euro in der Stunde. Er schaut den Film an und schreibt eine Stunde die Kritik. Das macht er, wann er Lust hat oder wenn es regnet. Normalerweise sind es 35 Euro pro Stunde, aber er beschäftigt Kritiker aus New York und Neuseeland.
Das beste ist, dass IMDb, für die er arbeitet, ihm die Reise und Unterkunft bezahlt, wohin er möchte. 

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Ich habe schlecht geträumt wegen dem Film gestern Abend. Habe gekämpft und geschlagen:(:)
Ich finde jemanden vom Hostel, der mit mir Kayaken möchte.
Wir zahlen nur 15 Euro statt 75 Euro, sehen dafür aber auch keine Robben leider. Wir können das Kanu den ganzen Tag haben. Ross erklärt uns alles. Das Kayak ist anders als in Vietnam. Dort waren wir zu zweit im Kayak. Jetzt hat jeder sein eigenes. Hier gibt es auch mehr Wellen, da viele Boote und Jetski unterwegs sind. Es ist ein Albtraum für mich. In Vietnam hat mir das nach anfänglichen Schwierigkeiten Spaß gemacht, aber hier ist es eine Tortur. Ich wäre lieber noch mal geflogen. Wasser ist einfach nicht mein Element. Ich hatte schon als Kind Angst in die Badewanne zu gehen, wenn das Wasser vom Badezusatz grün war, weil ich Angst hatte, dass da ein Krokodil ist:)
Ross fährt mit uns eine halbe Stunde, erklärt alles und lässt uns dann alleine. Ich, kurz vor den Tränen, würde am Liebsten mit zurück, aber dann würde ich meinen Ausflugspartner alleine lassen. Wir fahren eine Stunde in die eine Richtung, machen einen kurzen Stopp an einer Bucht und fahren dann wieder zurück. Beim Rückweg geht es etwas besser. Lenke mich ab durch Gespräche. Plötzlich sagt Adrian, dass unter uns Quallen sind. Oh mein Gott. Da ist nur noch weiß zu sehen. Das sind tausende von kleinen Quallen. Ich verfluche das Kayaken. Alles mit einem lachenden und weinenden Augen. Ich verliere meinen Humor bei der Sache nicht, bin aber heilfroh, aus dem Kayak steigen zu können. Ross lädt uns auf sein Boot ein. Wir essen Brot, Käse und Trauben. Danach geht's noch mal ins Kayak, um ans Ufer zu kommen. Ich bin schon viel geübter und nahe am Ufer finde ich es gar nicht mehr so schlimm.

Heute ist die zweite Runde Herr der Ringe dran. Es ist ein ziemliches Gemetzel. Und morgen gehe ich wandern. Ich hoffe, dort gibt es keine Orks:)

23.4. 23.4. 23.4. 23.4. 23.4. 23.4. 23.4. 23.4. 23.4. 23.4. 23.4.

Um 8.00 Uhr bringt mich das Wassertaxi zum Startplatz meiner 6-stündigen Wanderung. Es sind 20 km. Die letzte Stunde ist ziemlich anstrengend. Das Wetter ist sehr gut. Im Gegensatz zum verregneten diesjährigen Sommer habe ich bisher Glück mit dem herbstlichen Wetter hier.




















Ich verabschiede mich von Ross, der wieder da ist, von Privati, von der netten Deutschen und ihrem Vater und von der Deutschen, die hier Work and Travel macht. Wir umarmen uns und es fühlt sich so an, als würde ich mein zu Hause verlassen. Es war so schön hier. Hier könnte ich noch eine Weile bleiben.
Aber es geht wieder weiter, diesmal nach Nelson für eine Nacht.
Morgen geht es nach Motueka und zum Abel Tasman. Eine der schönsten Destinationen in Neuseeland.
Das neue Hostel ist ganz anders. So anonym und die Zimmer sind unordentlich. Die Rezeption ist leider geschlossen, aber jemand lässt mich rein. Da ich gebucht habe, suche ich mir einfach ein freies Bett im 10er Zimmer und checke morgen offiziell ein.

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